Aktuelle Seite: HomeReiseberichteSri LankaBuddahs, Schlangen und Ruinen - Polonnaruwa

Buddahs, Schlangen und Ruinen - Polonnaruwa

Nach unseren relaxten Tagen in Nilaveli ging es wieder auf die Strasse und zwar mit dem Bus Richtung Polonnaruva. Die alte Königstadt war Sitz diverser mächtiger Herrscher ab dem Jahre 1000 n. Chr. und hatte damals Anuradhapura 'abgelöst'. Heute stehen viele gut erhaltene Relikte der Metropole auf einem riesigen Gebiet verteilt.

So begaben wir uns in die Hauptstadt der Ostküste Trincomalee und fanden erstaunlich schnell auf dem chaotischen Busbahnhof einen Bus, der uns Richtung Ziel brachte. Direktbusse gab's leider keine, also fuhren wir zurück nach Habarana und stiegen dort um. Den zweiten Teil der Reise verbrachte Ramesh an der offenen Bustüre hängend, da natürlich übervoll. Nach ca 4h (Buskosten 180 rps pro person = 1.30 chf) kamen wir gut im Luxman Guesthouse an. Ein sehr liebenswerter älterer Herr, der schöne Zimmer vermietet. Wunderbar! Daraufhin wurden wiedermal unsere Schleimhäute provoziert; Lunch Curry Buffet beim Nachbarn, beliebt bei Truckern und Tuktukfahrern, à discretion Essen inkl. Softdrinks für beide, Kosten: 350 rps / ca 2.50 CHF. Schärfe-Skala: 10/10 der capsaicinöse Wahnsinn:)

Wir erkundeten die 'Newtown' ein wenig, keine Touristen, keine Backpackers, nur schade, hatten fast alle Geschäfte zu wegen dem Ramadan Feiertag. Zum Z'nacht ging es ins Banana Leaf Family Restaurant, da gab es ca. 20 Currys in Tontöpfen, eine Kelle Reis, klatsch, und dann kamen die Currys drauf. Sehr spezielle Sachen u.a. Jackfruitcurry, Ladyfingerscurry (Okkra), Kürbiscurry, Mangocurry, Beetroot Curry (Rote Beete), und ca 5 Currys, deren Namen wir weder verstanden hatten noch deuten konnten.

Am nächsten Tag machten wir uns, als alte Bikerhasen der ceylonesischen Strassen, wieder mit dem Velo auf in Richtung Ruinen. Nachdem wir unseren Weg durch verschleierte Chinesen mit Handschuhen, nervende Händler und das modrige Museum gekämpft hatten, konnten wir endlich losradeln. Auch Polonnaruwa wurde in den 1890er Jahren von den Briten entdeckt und aus dem Dschungel ausgegraben. Wir stellten fest, dass es sich wie auch in Anuradhapura um ein irrsinnig grosses Gebiet handelt, auf dem Stadt, Tempelanlagen und Königspalast stand. Die Anlagen sind z.T. restauriert und wir waren uns den Ausmassen der einstigen Herrlichkeiten schnell bewusst. Ein siebenstöckiger Königspalast, vergoldete Stupas und Pagoden, unzählige Tempel mit Edelstein besetzte Kammern - leider nicht mehr alles sichtbar, aber eine sehr interessante Reise in die Geschichte des alten Ceylons. Fast am Ende unseres 6h Ausflugs noch einige Höhepunkte: mit spektakulären Geschnatter und Geflatter viel uns ein Vogel auf, der aus einem Baum losflog, Kamera gezückt: ein Malabar, Nashornvogel. Wir zeigten das Foto später einem einheimischen Guide, der sichtlich erstaunt war über das Bild. Der zweite Coup: wir liefen zu den Velos unter dem Baum zurück, da entdeckten wir eine Nasenpeitschennatter, die anscheinend vom Baum runtergefallen war - ebenfalls hatten die Einheimischen eine Freude (und mehr Angst als wir :) )

 Königspalast

Königliche Ratshalle

Malabar Nashornvogel

Nasenpeitschennatter

Reliquienhalle

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