Anuradhapura - die alte Königsstadt
Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder los; Rucksäcke schnappen, das Tuktuk bereits schäppernd auf dem Hof der A4 Villa. Einsteigen, losfahren. Unser Direktbus nach Anuradhapura steht schon mit laufendem Motor an der Busstation, wieder einsteigen, losfahren.
Bisher ist der öffentliche Verkehr in Sri Lanka sehr pünktlich! Die Busfahrt dauert ca 2,5 h. Wir sind mit einigen Schulkindern und Büroangestellten unterwegs. Alle sind, wie immer hier, mit frischen Hemden, langen Hosen und schönen Schuhen ausgestattet. Es scheint bisher so, dass egal in welchem Alter oder Wohlstand, immer sehr grossen Wert auf saubere, schicke und angemessene Kleidung gelegt wird (würde in unseren Breitengraden auch manchmal nicht verkehrt sein); so kommen wir sehr angenehm und schnell in Anuradhapura an. Anuradhapura ist seit mehr als 2500 Jahren als existierende Stadt bekannt. Ab ca 250 v. Chr. wurde die Königsstadt gegründet und bis ca 1100 n. Chr. als solche genutzt. In der Hochblüte der Stadt haben ca. 120'000 Menschen dort gelebt - eine für damals unglaubliche Zahl. Die Königsstadt wurde dann verlassen und erst 1870 von den Briten wieder aus dem Dschungel ausgegraben. Nun ist die Stadt mit 70'000 Einwohnern, die alle in Newtown leben, sehr übersichtlich. Die Tempel und Ruinen liegen alle in der nördlichen Sacred City, der heiligen Stadt.
Nachdem wir unser Zimmer im schönen Liyana Guesthouse bezogen haben, machten wir einen kurzen Spaziergang durch Newtown - nicht sehr Sehenswert, wir hielten uns an eine ceylonesische Imbissbude und einen Supermarkt, wo wir uns mit Fressalien eindeckten. Wir gingen früh ins Bett, aufgrund der enormen Hitze und der AC im Zimmer nicht die schlechteste Idee. Den nächsten Tag starteten wir früh, Glück war auf unserer Seite, und es war etwas bewölkt - wir bestiegen unsere Super Veloflitzer und radelten Richtung Sacred City. Linksverkehr, absolut chaotische Verkehrsregelung, keine Ampeln - machte Spass als Velofahrer :) ganz zu schweigen von den ganzen Leuten, die uns unablässig aus Bussen, Autos, Tuktuks und Geschäften zugewunken haben. Sehr amüsant das Ganze! In Sacred City angekommen ging's ruhig zu und her. Man muss sich das so vorstellen: ein riesiges Gebiet mit Strassen und Verkehrsführung, wo keine Menschen ausser Mönche und Angestellte der Stadt leben und an jeder Ecke steht wieder ein riesen Tempel, Ruinen, Höhlen, Pilgerorte. Sehr beeindruckend! Wir besuchten zwei Tempelanlagen und eine Höhlenanlage. Der heilige Bodhibaum Sri Maha Bodhi interresierte uns natürlich auch - der älteste Baum der Welt datiert mit mehr als 2000 Jahren auf dem knorrigen Buckel. Der Baum prangte auf einem Steinsockel, um den die Pilger ihre Runden drehten. Viele Gläubige, Schulkinder, Mönche; laut wurden Mantras rezitiert, Hanumanlanguren, die auf dem Baum rumturnten - ein bizarres und eindrückliches Schauspiel!
Nach 5h Ausflug ging's wieder zurück ins Guesthouse und die Pläne fuer die nächsten Tage wurden geschmiedet - morgen fahren wir los ans Meer im Osten, nach Trincomalee / Nilaveli Beach.
Blubb. Wir sind gespannt.