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Ciudad de Panamà
20.05.2013
Nach acht Stunden Fahrt von Santa Catalina nach Panama City sind wir dann endlich über die berühmte Brücke gefahren juhuuui. Endlich da! Hab auch ganz schön gefroren in dem runtergekühlten Bus phui. Aber das ist ja immer so und keiner verstehts, selbst die beiden Russinnen aus Sibirien frieren im Bus, hihi
Angekommen am Busterminal haben wir auch gleich ein Taxi und einen kanadischen Backpacker getroffen und sind dann zu viert ins Hostal Panamericana gefahren. Der Empfang an der Rezeption war leider ziemlich unfreundlich aber tjaaa. Wir haben aber unseren 9er Dorm für 12.- bekommen und auch gleich das Unikum in unserem Dorm kennengelernt. Ein britischer Kapitän, der auf Tonga (irgend ne Insel im pazifischen Ozean) lebt, aber seit einem Jahr nicht mehr dort war. Ihr seht es ist ein komischer Mensch, was ich spätestens letzte Nacht knallhart erfahren habe. Der Mann riecht völlig vermodert und wenn er beginnt zu sprechen, hört er nicht mehr auf. Gestern hat er einen Freund hier im Hostal gefunden und die beiden haben den ganzen gestrigen Tag inklusive der letzen Nacht bis heute mogen um sechs gesoffen, gekifft umd gekokst. Meeeine Fresse und dies natürlich alles auf unserem Balkon. Daaaankeeeee. Wir haben die beiden drei Mal aus dem Zimmer geschmissen und dafür wortreiche Entschuldigungen erhalten. Hihi. Naja, hoffe der findet bald nen Job, worauf er wartet und hoffe noch vielmehr nie in einem Boot zu fahren, das er fährt. Die nächsten interessanten Geschöpfe haben wir abends kennengelernt. Die erwähnten Russinnen schlafen nämlich nackt. - fuuudiblutt! Da hab ich echt n interessanten Dorm erwischt, action included.
Samatag morgen sind wir zum Kanal gefahren. Das heisst zu den Miraflores Schleusen. Für acht Dollar Eintritt kann man von einer grossen Terasse aus die Schleusen beobachten und ein Museum über die Geschichte des Kanals besuchen. Wir hatten Glück und sahen drei grosse Frachtschiffe die Schleusen passieren. Eine Schleuse ist 300m lang und 30m breit. Die Durchfahrt durh den Kanal ist schweineteuer und dauert acht Stunden. Eindrücklich ist vor allem, dass der Kanal zu 90% gleich ist wie 1913, als er in Betrieb ging. Nächstes Jahr sollen allerdings noch drei weitere Schleusen in Betrieb gehen und somit die Kapazität vegrössern.
Mein Hostal befindet sich im Casco Viejo, der Altstadt. Sie wirkt irgendwie total verlassen und ist eine riesige Baustelle. Das Casco Viejo gehört zum Unesco Weltkultrerbe und da wird jetzt richtig viel gemacht. Bei vielen Gebäuden besteht nur noch die Fassade, dahinter haben sie das Haus abgerissen. Alles wurde neu gemacht, sogar die Strassen. Dies führt leider dazu dass tagsüber Baulärm herrscht und nachts einige Gassen völlig ausgestorben sind. Die bereits restaurierten Häuser sind super schön und ich denke, in einigen Jahren ist das hier eine schöne, lebendige Altstadt. Schnell haben wir jedoch bemerkt, wieviel teurer Panama City zum Rest des Landes ist. Das Essen ist mindestens doppelt so teuer wie in Boquete und was richtig Gutes hatte ich noch nicht.
Gestern haben wir den Parque National Metropolitana besucht ('wir' sind die beiden Amerikanerinnen Leslie und Elise und ich). Der Park liegt auf einem Hügel mitten in der Stadt und ist mit dem Taxi in 10min zu erreichen. Es war furchtbar schwül gestern und natürlich hat es auch prompt zu regnen begonnen, als wir am Parkeingang standen. Es hat einen schön ausgebauten Weg, den man in zwei Stunden durchlaufen kann und oben auf dem Hügel kann man die Stadt bestaunen. Nach etwa 10 Minuten sind wir bereits an einer Lagune vorbei gekommen, worin bestimmt 20 Schildkröten standen. Uuuuuund was guckt da noch aus dem Wasser??? Ein Krokodil!! Genial! Zum Glück hat es zu regnen aufgehört, dafür war die Luftfeuhtigkeit denentsprechend hoch. Und dies bei über dreissig Grad. Da läufts so schön überall herunter.. Mmmm..
Auf dem Rückweg haben wir tatsächlich noch zwei Faultiere in den Bäumen hängen sehen. Dafuer schwitzt man ja gerne etwas. Oder etwas doller.
Heute habe ich mich auf den Weg gemacht um ein kleines Päckli heim zu schicken und somit mehr Platz in meinem Rucksack zu schaffen. Tolle Idee, schwierige Umsetzung. Den Zettel mit der Adresse der Mall, welche mir der Typ an der Rezeption gegeben hat, habe ich natürlich im Hostal gelassen. Ganz gescheit... Habe dann gedacht, dass ich mal ein bisschen entlang der Bucht laufe. Es hat einen total schönen und grünen Fussgängerweg vom Casco Viejo bis rüber ins Banken- und Hochhäuserviertel. Natürlich nur mit Flipflops bewaffnet, bin ich losgelaufen und konnte ja nicht ahnen, dass ich fünf Stunden brauche, um eine Post zu finden, welche Päckli nach Europa verschickt. Die Adresse in der Mall hab ich auch ohne Zettel gefunden - umgezogen. Der nette Herr, der da draussen stand, hat mir den neuen Standort gesagt, leider mit sehr difusen Richtungsangaben. Dann bin ich in der nächsten Mall gelandet und nach einer chinesischen 'friedchicken' Stärkung gings weiter. Habe dann meinem Reiseführer vertraut, der mich nun zum wiederholten Male in die Irre geführt hat (also jaaa nicht mit dem Reise Know-How nach Panama). Da mich die Taxifahrer heute alle bescheissen wollten, bin ich halt gelaufen. Knausrige Schweizerin halt, aber ich bezahl doch nicht das Dreifache von gestern. Gefunden habe ich eine Post, die Post laut Reiseführer, nur verschickt die keine Päckli. Natürlich hat mir das die nette Dame erst gesagt, nachdem ich gegenüber Karton, Packpapier und Klebstreifen gekauft habe. Zum Glück kann ich auch etwas schimpfen, auf spanisch, und dann hat sie mir eine andere Adresse aufgeschrieben. Per Taxi diesmal an die neue Adresse, von wo ich sch..freundlich weiterverwiesen wurde. Jaaaaa das nächste Mal hats geklappt..spanisch geübt hab ich unterwegs auch und das Vorurteil dass alle im Land gegenüber der Stadt haben, scheint auch etwas wahr zu sein. - die Panamastädter sind nicht gerade besonders freundlich. Da habe ich in Boquete und Santa Catalina andere Erfahrungen gemacht.
Morgen fahre ich um halb 6 Uhr nach Cartí. Der Hafen vor den San Blas Inseln. Ein Böötli fährt mich auf die Insel Chichime. Na dann bin ich mal Weg von der Aussenwelt bis Freitag. Ab ins Paradies!



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