in Panama unterwegs
17.05.2013
Huhuuuu!!
Jaaa! vor fünf Tagen bin ich weg aus Boquete. Los nach Santa Catalina, ein kleines Surferdorf an der Pazifikküste. Gemeinsam mit drei AmerikanerInnen, einer Australierin und zwei deutschen Mädels gings Montagmorgen um sieben Uhr los. Boquete - David.
Der Abschied von meiner Gastfamilie war total lieb und herzlich. Meine Gastmama musste total weinen und der Gastpapa hat es sich nicht nehmen lassen, mich zum Bus zu fahren. In David haben wir den Bus gewechselt und sind nach Santiago gefahren. Der Bus war super schick, jeder hatte seine Sitzplatz- und Gepäcknummer. Und auf die Sitzplatznummer haben sie auch peinlich genau geachtet, wo sie doch sonst irgendwo und irgendwie einsteigen. Ich musste sogar meinen Pass vorweisen, um mein Ticket zu kaufen und unterwegs wurde dieser nochmal kontrolliert. Ich war beeindruckt.
Santa Catalina
In Santiago mussten wir den Busterminal wechseln (per Taxi). Danach ging's mit nem kleinen Minibus nach Sona, wo Anzahl Sitzplätze und Leute wieder deutlich unterschiedlich waren. Einer hat immer noch Platz, hihi. In Sona gings dann in den vierten Bus und nach insgesamt 7h Fahrt sind wir in Santa Catalina angekommen. Da wir zu siebt alle zu Sherrleys Cabañas wollten, hat uns der Bus auch gleich hingefahren. Sherrley hat schon draussen auf uns gewartet. Eine super liebe Frau. Sie hat Vorhänge und Bettwäsche selber genäht und uns gleich ne Dorf- oder Dreihäuserrundfahrt gemacht. Soe hat sich echt super gekümmert. Unser Cabaña bestand aus sechs Doppelstockbetten und wir waren zu fünft für 66$ drin. Die anderen beiden haben ein separates Cabaña genommen. Wir hatten ein sauberes Bad mit warmer Dusche und eine Küche. Darum hat's dann auch zweimal Spaghetti gegeben - selber kochen ist halt billig und lustig uuund Reis, Bohnen und Fleisch hatte ich ja bereits die letzten zwei Monate in allen Variationen. Jaaa, sogar Kartoffelstock oder Pasta wird mit Reis serviert und gegessen.


Am ersten Tag in Santa Catalina haben wir alle das Nichtstun am Strand genossen. Der Strand ist riesengross und menschenleer. Allerdings hat es wenig Schattenplätze und der Sand ist schwarz. Da war's doch ganz gut, war's etwas bewölkt, was aber trotzdem bei allen (ausser mir) zu fettem Sonnenbrand geführt hat. Am Nachmittag hatte ich die erste Surfstunde meines Lebens. Für 20$ hat Rocco uns in Zweiergruppen je eine Stunde Surfunterricht gegeben - es war super cool. Und meine fast lebenslange Snowboarderei hat sich bezahlt gemacht. Beim zweiten Mal konnte ich auf dem Surfbrett stehen. Welch Andrenalinschub. Und dank dem, habe ich auch solange durchgehalten. Es ist echt super anstrengend. Die Wellen waren ziemlich hoch und die Strömng stark. Ausserdem braucht man Muskeln, die ich sonst anscheinend kaum brauche und mein Knie hat sich auch am Brett aufgerapscht. Egaaaal. Es war super, sodass wir am übernächsten Tag gleich zwei Bretter für den ganzen Tag gemietet haben.
Als wir da waren, fand auch gerade eine Surfcompetition von Südamerika statt. Das Dorf, das nur aus ein paar Häuschen, die alle Hostels sind, besteht, war natürlich bumsvoll. Aber irgendwie haben wir nie und nirgens viele Leute getroffen. Keine Ahnung, wo die alle waren. Das Zuschauen bei der Competition erwies sich als etwas schwierig, da die Jungs und Mädels ja alle total weit draussen auf dem Meer sind. Durch meine Camera konnte ich sie etwas ranzoomen. Aber mehr Freude als wir an den Surfern hatten dieselben an uns. Wir sind nun wohl auf jedem Video über die Competition x-Mal zu sehen. Hihi.



Isla Coiba
Am Mittwoch haben wir einen Tagesauaflug auf die Isla Coiba gemacht. Das heisst, eigentlich war es ein Schnorchelausflug zu verschiedenen Spots. Mit einem Speedboat sind wir zu siebt eineinhalb Stunden über das Meer gebrettert und haben dabei zweimal Delfine gesehen. Mit dabei war der Bootfahrer, sein Helfer, ein Schnorchel- und ein Tauchguide. Zwei, die mit dabei waren, sind tauchen gegangen. Den ersten Halt haben wir auf einer kleinen Insel gemacht die über und über voll war mit Einsiedlerkrebsen, behaarte versteht sich. Die ganze Insel war in Bewegung, so schien es. War ja nicht schlimm, alle sind schnorcheln gegangen, ausser Ana, die kriegt mit dem Schnorchel im Mund sofort Asthma. So habe ich halt vom Uferrand aus den Kopf unters Wasser gehalten, wo ich noch stehen konnte. Und sogar dort habe ich Hunderte von Fischen gesehen. Meine Kolleginnen haben schnorchelnd das Inselchen umrundet und vier Schildkröten und zwei WhiteTipHaie gesehen. Nicht schlecht he! Ich hatte meinen Spass mit den Krebsen, Reihern, Albatross' und den Krokodilspuren im Sand, die habe ich allerdings am zweiten Stopp auf der Isla Coiba selber gesehen. Leider waren wir nur sehr kurz auf der Insel, haben aber in der kuzen Zeit drei verschiedene Leguane und ein RattenHasenRehMix gesehen, was immer das auch war. Da zu übernachten ist leider teuer und schwierig, da man eine Erlaubnis vom AMAM, der panamenischen Organisation für Nationalparks, benötigt. Unser dritter und letzter Stopp haben wir mitten auf dem Meer gemacht. Da war ein Felsen, voll mit Vögeln und deren Sch.... Das Meer war super tief, die anderen gingen los und ich?? Bin im Boot geblieben.. Aaaber so ohne Fortbewegung ist ein kleines Nussschalenboot mitten auf dem Meer ganz schön wackelig. Mir war's nach fünf Minuten schlecht. Da hab ich's vorgezogen, auch ins Wasser zu hüpfen. Ganz schön unheimlich, wenn man nicht weiss, was da unten rumschwimmt. Da hab ich meine Taucherbrille gepackt und neben dem Boot rumgeprustet. Hihi, muss ja schön bescheuert ausgesehen haben. Es war aber trotz Schnorchelmisserfolg ein super Ausflug, den ich genossen habe.

Donnerstag haben wir wie gesagt nochmal am Strand verbracht und Freitag gings dann weiter. Mit dem kleinen Bus nach Sona zurück und dort ab in den Bus nach Panama City. Die Busfahrt von Santa Catalina nach Sona hat mich echt beeindruckt. Die zweistündige Fahrt geht durch all die kleinen Dörfer, die so klein sind, das man sie nicht Dorf nennen kann. Oftmals sind die Häuser nicht gestrichen und haben nur einen Raum. Dies oft für ganze Familien à 7 oder mehr Personen. Habe mich da gefragt, wovon die Leute dort leben. Das ist dann eben das andere Panama, fern ab vom Reichtum der Touris und des Kanals.

Mit dem Bus bin ich also nach Panama City gefahren und habe nach acht Stunden den Kanal über die Puente de los Americas überquert. Geniales Gefühl.

Von Panamà, wie Panama Stadt hier genannt wird, dann im nächsten Kapitel.
Ciudad de Panamà
20.05.2013



