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Volunteering
24.04.2013
Jaaa ich has gschafft... Ich schaff :-P
Noch eher ungläubig bin ich am Samstag morgen zu Habla Ya gefahren, von wo aus mich Alberto begleiten wollte. Pünktlich wie ich Schweizerin halt bin, war ich auch um neun Uhr dort und wurde auf 'in 15 Mintuen' vertröstet. Mir ist dann noch in den Sinn gekommen, nach dem Mittagessen und den Pausen zu fragen. Neee gibt kein Mittagessen und Pausen kann ich machen, wann ich möchte. Na dann... Bin dann kurz einkaufen gegangen und um halb 10 hat uns dann auch ein Taxi abgeholt. In der Fundation pro Integration war ein riesen Hallo. Viele viele Kinder und noch mehr Erwachsene waren dort. Die Eltern begleiten ihre Kinder und machen sich dann nützlich beim Kochen oder Kleider waschen oder Schmuck herstellen. Die Fundation wird von Ausländern, sprich hier ansässigen Amerikanern, geleitet. In meinen paar Stunden dort konnte ich noch nicht ganz rausfinden, wer alles zum Personal gehört, aber ich habe zwei Physios, ne Logopädin und ne Taubstummenlehrerin kennengelernt. Leider ist die Lehrerin diese Woche abgereist. Der Austausch war sehr spannend. Ja meine Einführung dauerte knappe 2 Minuten mit den Worten: picke dir die Kinder raus, mit denen du arbeiten willst und mach was mit I
ihnen, du bist ja Therapeutin (dank der Direktorin von Habla Ya bin ich jetzt als Autismustherapeutin bekannt). Sie hat mir von ihrem autistischen Sohn erzählt und ich hab Interesse und Verständnis gezeigt uuund hab nen Beruf, den es hier so nicht gibt. Zaaack und abgewandelt. Uiuiuii da musste ich mich schon einige Male erklaeren. Jaaaaa! da stand ich in der Fundation und hab mich nach und nach mit verschiedenen Kindern und deren Eltern angefreundet. 'Therapie' ist kaum möglich. Das Material, das zur Verfügung steht, ist seeehr spärlich und teils auch zu schwierig für die Kids dort. Es hat viele Puzzles, die meines Erachtens kein einziges Kind zusammensetzen kann. Alle Kinder, die dort sind, haben eine Behinderung und gehen nicht zur Schule. Unter der Woche sind sie daheim (glaube ich) und samstags kommen sie in die Fundation, welche es aber, glaub ich, noch nicht so lange gibt. Von schwerer CP über Epilepsie bis Sht und Downsyndrom ist alles vorhanden. Die Eltern sind offen, freundlich und froh, Hilfe zu bekommen. Mein erster Eindruck war jedoch, dass diese Kinder enorm behütet sind und dass es eine total andere Ansicht ist, dass sie trotzdem Dinge alleine tun sollen. Eine spannende Erfahrung und ich freue mich auf naechsten Samstag. Natuerlich habe ich Mittagessen bekommen und um 2 Uhr war auch bereits Ende. Na fuer mich auch gut ;)
Dienstag bin ich dann das erste Mal ins Waisenhaus Hogar Trisker ausserhalb von Boquete gefahren. Ein ziemlich grosses Haus mit viel Garten und alles ist liebevoll gestaltet. Es wohnen dort ca 40 - 50 Kinder. Nicht alle sind Waisen, teils auch aus schwierigen Verhältnissen oder aufgrund der Arbeit der Eltern sind die Kinder dort. Das Hogar Trisker ist der einzige Ort in der Umgebung, der alle Kinder zwischen 0-15 Jahren aufnimmt. Viele haben Entwicklungsrückstände, sind psychisch angeschlagen oder sprechen nicht. Das juengste Kind ist 1 Monat alt und mir scheint, als waere dessen Mutter auch ein Kind dort (sie ist naemlich auch noch ziemlich jung). Es hat deutlich zu wenig Personal für alle diese speziellen Kinder. Ausserdem ist das ganze Haus mit Windpocken befallen, was die Organisation deutlich erschwert. Die Kinder schlafen in drei grossen Schlafräumen, was die Verbreitung der Windpocken natürlich vereinfacht. Morgens gehen alle schulpflichtigen Kinder zur Schule. Von 7-12 Uhr. Was bedeutet, dass sie um 5 Uhr aufstehen müssen, da ja alle duschen und frühstücken müssen. Ich spiele und bastle morgens mit Lehrerin Isolde und ner kleinen Gruppe, welche nicht zur Schule geht (da kognitiv zu schwach oder zu jung). Das heisst, heute war ich allein mit 5 Jungs. Habe 4h draussen gespielt, da eine Pflegerin krank ist und Isolde als Krankenpflegerin einspringen musste. Es scheint sowieso, als machten alle alles. Es ist sauuuu anstrengend und ich habe den Ablauf des Morgen auch noch nicht raus. Glaube, der ist immer anders, was für die Kinder wohl auch verwirrend ist. Wir spielen und basteln. es hat ein riesen Pavillon mit lauter Spielsachen, leider ist der geschlossen, warum auch immer. Um 12 Uhr gibts z'Mittag, das ich auch hier bekomme. Logisch, man isst ja mit den Kindern und schaut, dass sie nicht alles rumwerfen. Die Köchinnen und die Direktorin und Sekretärinnen essen mit. Danach gehts ab ins Bett für die Kleinen und die Grösseren kommen aus der Schule zurück. Nachdem sie gegessen und ihre Schuluniform abgelegt haben (jaaaa in Panama haben alle ne Schuluniform an), gehts an die Hausaufgaben, welche von der Lehrerin Isolde und der Direktorin betreut werden (Heute war ich Lehrerin Isolde :p). Ich helfe mit und bringe mich ergotherapeutisch ein. Graphomotorik und visuell-raeumliche Wahrnehmung scheint Dauerbrenner zu sein. Aber auf Spanisch.. das fordert mich. Ach Ach und Englisch lernen, da muss ich auch helfen, da sonst niemand Englisch kann. Um vier hab ich dann Feierabend und fahre mit dem amerikanischen Schulbus, der hier als S-Bahn funktioniert, zurück. Pause mach ich kaum, es liegt einfach kaum drin, alle arbeiten durchgehend und machen alles, das ist echt sehr beeindruckend.
Ihr seht, es gibt viiiel zu tun hier, aber es ist ein gutes Gefühl, dass die Hilfe echt benötigt wird. Ausser Habla Ya ist noch ne andere Organisation sehr engagiert. 'Sewing seeds of love' heisst sie und wurde von ner jungen Amerikanerin gegründet. Ich glaub speziell für hier. Sie bringt Bastelsachen, macht Malnachmittage und Gutenachtgeschichten. Echt super!
Sooo dass ist mein Stand der Dinge. Huiii fertig chillen ;-) Also wenn jemandem langweilig ist, ich wuesste so n Ort hier...
Meine neue Familie ist super lieb und hier am Fluss ist's so schön. Ausser dass sich die Anzahl Mosquitos und sonstige Viecher deutlich erhöht hat 

Am Sonntag gehts auf'n Sendero de los Quetzales. Ich will den Vogel endlich sehen!!! Hehe und die Wanderung solll superschön sein. Also im letzten Kapitel, das letzte Bild ist ein Quetzal, allerdings ein Weibchen und die sind ja bei den Voegeln immer wenier praechtig als die Maennchen.
Ich habe noch super schoene Fotos von Boquete und Umgebung, aber leider Stick und Kabel "zu Hause" gelassen. Wird nachgeholt!
und voilaaaa:
Impressionen von Boquete ;)
