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Cienfuegos

6 Uhr klingelt der Wecker, um 6.30 Uhr haben wir fürs Frühstück abgemacht. Natürlich keiner da. Francisco und ich gehen ums Haus und rugen Joannia. Irgendwann tauch sie auf. Fürs Essen bleibt dann kaum Zeit. Los gehts zur Bushaltestelle. Der Bus ist total runtergekühlt und die Vorhänge zu. Die kurvenreiche Strasse und das spärliche Frühstück rumpeln im Bauch. In Havanna steigen Jessie und Francisco aus, sie gehen zurück ins Hotel nach Varadero. Für uns gehts weiter. Nach 8h kommen wir in Cienfuegos an.

Unterwegs hat es total geregnet, doch in Cienfuegos ist es trocken und wahnsinnig heiss. Joannia aus Viñales hat ihrer Kollegin Ilka gesagt dass wir kommen. Ilkas Mann holt uns ab und schon sind wir im neuen Casa. Unser Zimmer ist nun nicht in einem Anbau wie bei Joannia, sondern richtig in der Wohnung von der Familie. Das ganze Häuschen ist eingezäunt, sogar der grosse Garten hat ein Gitter (oben). So sind alle Gitter zu und die Fenster offen. Es lüftet also, aber es kann kein ungebetener Gast reinkommen. Wir handeln den Preis wieder auf 15CUC runter mit dem Versprechen bei ihr Abend zu essen.

Wir streifen durch die Stadt, bemerken, das Ilkas Haus ziemlich ausserhalb liegt und dass am Sonntag kein Mensch unterwegs ist. Uns fallen besonders die vielen Bettler auf. Das Abendessen ist total lecker. Es gibt Ridsgulasch mit allem drum und dran, sogar mit Dessert. Mhmm. Der Garten ist wunderschön und gemütlich. Die sprachliche Verständigung ohne Francisco ist leider deutlich schwieriger...

Am nächsten Morgen staunen wr nicht schlecht, als wir im Haus niemanden ausser der Haushälterin vorfinden. Irgendwann taucht der Opa auf und wir fragen ihn nach Ilka. Nach längerem hin und her mit unseren paar Wörtern Spanisch finden wir heraus dass Ilka mitsamt ihrer Familie nach Varadero in die Ferien gefahren ist. Wir wussten von nichts. Naja jetzt wissen wirs und der Opa ist total lieb. Wir bitten ihn für uns in ein Casa (das wir im Reiseführer ausgesucht haben) anzurufen und zu reservieren. Am Telefon scheint es eher ein Bekannter von ihm zu sein, wir lassen uns überraschen.

Der Rest des morgens ist mühsam, es ist wahnsinnig heiss, die Fussgängershoppingzone bumsvoll und die Läden sind nur für Kubaner. Bettwäsche oder Hygieneartikel brauchen wir nicht wirklich. Um einen Bus von Cienfuegos nach Trinidad zu buchen, benötigen wir eine Stunde und auf der Bank bekommen wir kein Geld, da Ramesh eine falsche Karte besitzt. (Migrosbank - ist gekoppelt mit der GE-Moneybank und die ist amerikanisch--> vergiss es!)

Meine Visakarte ist im Casa, 2.5 km von der Innenstadt weg. Als wir das Geld haben, treffen wir Gerhard. Gerhard ist Deutscher und lebt seit Jahren in Cuba. Seine 41 Jahre jüngere, kubanische Frau bekommt in drei Monaten Zwillinge und ist nun für die nächsten drei Monate im Krankenhaus (natürlich auf Kosten des Staates).

Den Nachmittag verbringen wir am Strand vor Cienfuegos, so eine Art Birsköpfli. Wir geniessen das Beobachten der Kubaner.

 

 

 

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