Drei Wochen durch den Südwesten von Cuba
(Juli - August 2012)
Ankunft in Havanna
Nach dem langen Flug von Frankfurt nach Havanna sind wir endlich da.
Es erwartet uns bereits die schwüle, feuchte Luft. Es riecht nach Ferien...
Das Chaos beginnt jedoch schon vor der Passkontrolle.. Erinnert irgendwie an Denpasar, Bali.. Wir warten mindenstens eine Stunde vor dem Zoll. Nur dass wir durch können.. Dann endlich sind wir dran. Passkontrolle, Foto und schon sind wir durch. Draussen wartet die nächste Überraschung. Mindestens 200 andere Touristen wollen in den beiden Wechselstuben Geld wechseln. Juhuuu nochmal ne Halbe Stunde warten. Unsere Verabredung mit Rita und Verena (meine Arbeitskolleginnen, die schon länger in Kuba sind und in unserem Hotel auf uns warten) verschiebt sich ständig und igendwann ist es den Beiden leider zu spät, da sie am nächsten Morgen früh weiter müssen. Nach ca. 22 Stunden Reise kommen wir dann an.
Havanna DownTown: Hotel Inglaterra. Es ist erst 10 Uhr abends, doch wir sind so müde, dass wir nur noch ins Bett fallen. Wäre das Hotel Inglaterra nicht wiiirklich DOWNTOWN hätten wir wohl die ganze Nacht tief und fest gepennt..
Havanna
Wir geniessen das Frühstück in dem wunderschönen Hotel, das übrigens eines der ältesten Hotels in Havanna ist. Sein kleines, überdachtes Café war schön früher sehr beliebt. Heute mischen sich Jung und alt, Tourist und Kubaner um die Leute auf der Strasse zu beobachten, die besten Daquiris und Mojitos zu trinken, Karten zu spielen oder schreiben und natürlich der immer anwesenden Band zu zuhören.Für uns geht es jetzt aber ersteinmal raus auf die Strasse. Das erste was auffällt: Autos. Viele Autos. Alte Autos. Seeeeehr alte Autos. Es ist wie man es sich vorstellt.. Es wimmelt nur so von Oldtimern. Wir laufen die paar Meter hoch zum Capitolio und bestaunen es von aussen, während wir versuchen die verkleideten Ches und Fidels, sowie ganz güünstige Taxifahrer abzuwimmeln. Huii hier läuft was.
Ich bin total froh, als ich Ramesh zu einer Hopp-On, Hopp-Off Tour überreden kann. (Das habe ich von Mama in Rom gelernt, dass das eigentlich eine ganz praktische Sache ist, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen).
Nach 10 Minuten steigen wir allerdings bei der ersten Station schon wieder aus: Museo del Ron. Ramesh im Glück. Das Museum zeigt eine Ausstellung über die Herstellung von Rhum. Wir sind ja eigentlich bereits bestens informiert von Martinique, doch es ist eben nicht das Gleiche, Havanna Club und die Rhum agricole von Martinique. (Wers genauer wissen will --> Ramesh fragen). Zum Rundgang gehört natürlich Probiiieren. Mhmm es ist 10 Uhr morgens und bereits einiges über 30 Grad.
Au der Suche nach unserem Bus lernen wir die Gegend rund um den Hafen kennen und noch einen Teil des Alten Zentrums. Der Bus ist nämlich nirgends.
Nach mindestens einer Stunde ist der Bus dann gefunden und nach einer weiteren Ewigkeit hat der Busfahrer auch seine Pause beendet. Jaaaa in Cuba lernt man warten. In Cuba wartet man für alles und jeder nimmt es mit Gelassenheit.
Die Rundfahrt kommt dann wirklich zu Stande und wir verbringen den Rest des Tages sozusagen auf dem Busdeck.
Das Abendessen in einem kleinen Restaurant gefällt uns sehr. Eine Liveband spielt und wir kaufen anschliessend ihre CD. Für uns eine super Erinnerung und auch das Poulet mit roten Bohnen und Reis schmeckt lecker.
Am nächsten Tag lernen wir weitere cubanische Eigenschaften. Wir lernen auf der Strasse einen Kubaner kennen, der Deutsch spricht. Wir freuen uns total, da wir uns ja auf Spanisch nicht unterhalten können. Der Kubaner ist Lehrer und war früher für einen Austausch in der DDR. Er läd uns zum Kaffee ein, der sich als Mojito entpuppt und wir bezahlen müssen. (auch seinen und es ist wieder 10 Uhr morgens!!). Mit dem ersten Rum im Schädel versuchen wir eine Transportmöglichkeit ins Biodiversitätreservat Las Terrazas zu bekommen. Klappt natürlich nicht. Wir werden an den Busbahnhof am nächsten morgen verwiesen. Dann gehts shoppen, oder zumindest mit dem Touristenstrom durch die heissen Gassen laufen. Wir lernen dass in allen Restaurants Livemusik gespielt wird und dass alle Bands eigene CDs haben, die sie verkaufen. Wir merken, dass eine Paralellstrasse neben dem Touristenstrom bereits echtes Cuba wartet und dass die Terasse des Hotel Inglaterra genial ist.
Las Terrazas
Wo beginnen? Bei der Abfahrt von Havanna. Wir waren einundhalb Stunden vor der Busabfahrt aber natürlich hatte es keine Tickets mehr. Das heisst wie haben das System bis zum Schluss nicht ganz begriffen.. Nun ja.. Gemeinsam mit vier Italienern gehts auf in einen Oldtimer für eeehm 4-5 Personen. Wir sind 7. Der Taxifahrer weiss natürlich nicht wo Viñales, geschweige denn Las Terrazas liegt. Das sagt er uns aber nicht, aber irgendwann kommts halt raus und wir versuchen ihn zu lotsen mit unseren Reiseführern (Stefan Loose sei dank). Die kubanische Autobahn ist interessant, wir passieren Velofahrer, Fussgänger, Kutschen und Sirupstände. Aaaber wir kommen an. In Las Terrazas. Bis wir dann aber in unserem vorgebuchten Hüttchen im Biosphärenreservat sind, vergeht nochmals viiiiel Zeit und Nerven und Schweiss... Uuund wir sehen die erste Tarantel!!! Überfahren, ufff..
Unser Hostel oder vielmehr unser Stelzenhüttchen befindet sich inmitten üppiger Natur am San Juan River. Es wimmelt von Kubanern die ihre Freizeit dort mit Schwimmen verbringen. Abends um 6 Uhr ist nur noch der Abfall und die Geier übrig und eine Salsagruppe aus Frankreich, die auch in den Hüttchen übernachten. Es hat ein Restaurant das ein Menu hat und um 17.30 Uhr schliesset. Wir essen trockenes Poulet mit Reis und Bohnen.
Die Natur belohnt uns für die Strapazen. Irgendwie haben wir es uns doch anders vorgestellt.
Die geplante Wanderung fällt ins Wasser, da wir diese nur in einem Office, das ca. eine Stunde entfernt ist buchen können. Schade. Wir entscheiden uns per Anhalter (jeder ist in Kuba Taxifahrer) raus aus Las Terrazas zu kommen und eventuell den Bus nach Viñales zu erwischen, der iirgendwann in der Nähe von diesem Office vorbeikommen soll.
Wir haben sogar Glück und er kommt und nachdem wir den Busfahrer bestochen haben und die Dame im Office uns unsere 50er Note gegen meine ID-Nummer gewechselt hat, gehts dann nach Viñales.
Viñales
Unsere Ankunft in Viñales werden wir so schnell nicht vergessen. Als der Bus hält, schauen wir uns nur an, grinsen und denken beide das Gleiche: Hilfe! Ein riesen Gedrängel herrscht da draussen, obwohl wir noch nicht einmal ausgestiegen sind. Wir lassen uns Zeit und doch entkommen wir der Meute nicht. Absolut jeder der ein sogenanntes Casa Particular in Viñales besitzt steht vor dem Bus und wirbt für seine Unterkunft, die natürlich die Beste von allen ist. Ich werde sofort von Anna in Besitz genommen und nicht mehr aus den Augen gelassen, bis ich meinen Rucksack aus dem Bus gehieft habe. In Cuba kann sozusagen jeder der ein Haus oder eine Wohnung hat ein Zimmer vermieten. So wohnt man quasi in der Familie. Man hat ein eigenes Bad und ein Zimmer. Gekocht wird von der Familie, wenn man möchte. Wir gehen also mit Anna mit zu ihrer Schwester, oder wars die Cousine? Jedenfalls zum Casa Yoannia y Yaidel. Das Haus ist gross, da die Familie ein Restaurant (La Cabaña) betreibt. Es hat zwei Zimmer zum vermieten und das Flachdach darf als Balkon benutzt werden. Für 15 CUC fürs Zimmer und 3 CUC fürs Frühstück willigen wir ein. (1 CUC ~1 CHF).
Das Dorf Viñales ist relativ klein, ländlich und freundlich. Berühmt wurde es wegen seiner kargen Felsen, die beeindruckend aus dem roten Boden hervorstechen. Das Essen im hauseigenen Restaurant ist sehr lecker und für 8CUC steht einfach aaaalles auf dem Tisch. Diverse Früchte, Avocado, Gurke, Bananenchips, Suppe, Reis, Bohnen, Poulet, Bohnenreis.. genial. Wir sind pappsatt.
Auf der Dachterrasse lernen wir Pierre und Marie kennen. Sie sind Geschwister aus Frankreich. Wir verstehen uns super und ich bekomme zwischen Deutsch, Englisch, Spanisch und nun Frankzösisch das perfekte Sprachenchaos. Downtown gibts Mojitos und Livemusik (selbstverständlich kann man auch CDs kaufen).
Am zweiten Tag besuchen wir Cayo Jutias, dem widme ich der Fotos wegen, ein eigenes Kapitel.
Am dritten Tag in Viñales gehen wir gegen Mittag zum Dorfplatz und warten auf Jessi und Francisco. Die beiden machen Ferien auf Varadero und wir treffen uns in Viñales für ein paar gemeinsame Tage.
Daaa sind siee.. im blauen Oldtimer!
Nachmittgas besuchen wir gemeinsam den üppigen botanischen Garten, der fast etwas verwunschen wirkt. Jessi und ich können uns kaum einkriegen und schiessen hunderte von Bildern.
Den nächsten Morgen verbringen Francisco, Jessi und ich auf der bank. Ramesh liegt mit Bauchschmerzen im Bett und wir drei machen uns auf den Weg um das Portemannaie wieder etwas zu füllen. Kuba st gar nicht so günstig wie wir erwartet haben. Es gibt zwei verschiedene Banken in Viñales. Eine für Touristen, eine für Einheimische. Wir stellen uns in die lange Schlange. Ja die Touristen machen das ganz brav, hinten anstehn. Die Kubaner handhaben das anders. JEder stehet oder sitzt irgendwo. Wenn jemand neues kommt fragt er "el ultimó?" (Der letzte?) Irgendwer ruft ich und nun weiss die neue Person, dass sie hinter demjenigen der ich gerufen hat, drankommt. Wir werden scnell belohnt fürs anstehen in der brühtenden Hitze. Es fährt plötzlich ein Lieferwagen vor und ein Mann mit Maschinengewehr steigt aus und vertreibt uns vom Eingang. Dann steigen drei weitere, ebenfalls bewaffnete Männer aus, jeder mit zwei durchsichtigen Plastiksäcken in den Händen. Die Plastiksäcke sind voll, aber wirklich voll mit Geldscheinen. Ein echt genialer Anblick, der uns für die Stunde anstehen belohnt.
Als wir zurückkommen gehts Ramesh etwas besser und wir machen uns auf den Weg. Wir wollen zu einem Camping "Dos Hermanas" wandern. Der Weg geht durch die Kargsteinlandschaft und soll beeindruckend sein. Na dann mal los. Der Weg ist echt total schön, das satte Grün von den ganzen Pflanzen hebt sich von dem roten Lehmboden ab, der richtig leuchtet. Es ist echt fantastisch. Unterwegs treffen wir ganz viele Cowboys. JEder ist in Cowboymontur nach irgendwohin unterwegs. Nach etwa zwei Stunden, bei ca. 35° und bestimmt 80% Luftfeuchtigkeit kommen wir an einen See. Das heisst eigentlich ist der See unser Weg. Wir versuchen es links und rechts durchs Gebüsch, doch irgendwie geht der See überall in einen Fluss über. An ein Durchkommen bei dem Lehmboden und Franciscos geschundenen Zeh ist nicht zu denken. Leider haben wir auch keine Ochsen oder Pferde dabei, wie der Kubaner den wir treffen. Tjaa für uns heisst also umdrehen, was gar nicht so schlecht ist, wie wir kurze Zeit später bemerken. Der Himmel wird immer dunkler, es beginnt zu blitzen und donnern. Ein GLück zieht es an uns vorüber und wir bleiben trocken. Und so ohne Sonne die runterknallt, kommt man doppelt so schnell voran.
Abends gibts mal etwas Abwechslung beim Essen. Wir haben ein gutes Restaurant "L'Olive" gefunden, in dem es superleckere Lasagne gibt! Da lacht das Herz.
Dann zurück auf den Dachbalkon. Unsere Vermieter haben heute morgen gut hörbar ein Schwein geschlachtet und vor unserer Zimmertür auseinandergenommen. mhmmm Ein Tagesprojekt für mind. 4 Männer und ein Fest für die Familie abends. Wir bekommen frischen, in Öl gekochten Speck, leider noch mit Borsten dran. Naja wir sind halt aufm Land...
Cueva San Tomàs und der Reitausflug
Nach langen Diskussionen was wir noch unternehmen wollen, organisieren unsere Vermieter einen "Taxifahrer" der uns in die Höhle San Tomàs bringt, dort auf uns wartet und uns dann wieder heimfährt. Der Typ ist nicht gerade eine Plaudertasche und fährt wie verrückt. Naja so haben wir die 15km auf der löchrigen strasse schnell hinter uns. Die Höhle ist 46km lang und auf 7 verschiedenen Etagen. Wir machen gemeinsam mit einigen anderen Touristen eine Führung. Der Guide ist super, weiss viel und gestaltet die Tour sehr lustig.
Auf dem Rückweg taut unser Taxifahrer etwas auf und bringt uns noch zu einer weltberühmten Felsenmalerei bei Dos Hermanas. Juhu so kommen wir also über die andere Seite zu unserem gestrigen Ziel. Die Felsenmalerei ist zwar sehr gross aber auch ziemlich wüst. Naja. Zurück im Hostel buchen Jessi und ich nach langem Hin und Her och einen REitausflug.
Kurze Zeit später werden wir von einem Jungen der höchstens 14 Jahre alt ist abgeholt. Gebucht haben wir 2h, das pro Person 10 CUC kostet. Der Junge holt uns ab und reitet vorraus, wir hechten hinterher. Nach einer halben stunde Fussmarsch sind wir dann ausserhalb des Dorfes und treffen auf zwei kleine, abemagerte Pferdchen welche auf uns warten. Unsere Beine baumeln 30 cm über den Boden und die Pferde schleichen vor sich hin. Wir sind nur zu zweit und die Landschaft ist genial. Der Junge kann leider nur Spanisch und wir ja nicht wirklich. Naja. Den ersten Halt gibts bei einem Bach mit Wasserbecken. Der Bach ist von einer heilenden Quelle und man muss undbedingt drin baden! Wir treffen auf viiiele andere Touristen, welche aber gerade weiterreiten. so haben wir das Heilbecken gemeinsam mit drei Franzosen und deren Guide für uns. Wir baden in dem Wasserbecken bis der französische Junge eine Wasserschlange entdeckt. iiiihhhh. Da sind wir aber schnell draussen. Weiter gehts hoch zu Ross. Mir persönlich leider etwas zu langsam und der Guide von den Franzosen ist uns etwas zu aufdringlich. Der nächste Stopp ist bei einem Tabakbauer. Es gibt Mojito (den allerbesten den ich jee in Kuba getrunken habe). Während wir den Mojito schlürfen, zeigt uns der Tabakbauer wie die Zigarren hergestellt werden und man kann natürlich auch Zigarren kaufen. Wir haben kein Geld dabei und lassen es bleiben. (Eine gute Entscheidung wie sich im Nachhinein herausstellt.) Nach vier Stunden kehren wir zurück zu unseren Jungs, die sich die Wartezit mit Bier und Mojitos vertan haben.
Cayo Jutias
Am ersten Tag in Viñales fahren wir mit unseren Nachbarn und Geschwistern Marie und Pierre und einer anderen Französin Manuela nach Cayo Jutias. Die Insel liegt etwa 50km entfernt von Viñales und ist durch einen Damm per Auto erreichbar. Unser Auto ist ein richtiger Oldtimer. Mit Sprungfedern im Rücken gehts über die holprigen Strassen. Kleine Häuser, Reisfelder, Palmen, Mais. Die Felder werden alle mit Ochsenkarren bearbeitet und vor jedem Haus steht ein Pferd, Ziegen und Schweine. Es ist als wären wir viele Jahre zurück versetzt. Die Insel ist genial. Karibikfeeling pur. Der Strand ist ganz weiss und fein, dass Wasser hellblau. Ansosten gibts auf der Insel nur Mangroven und Mosquitos. Wir laufen ca. 20Minuten am Wasser entlang weg von den anderen Tagestouristen und finden einen einsamen Strand. Zwischen Ameisen finden Ramesh und ich den einzigen Schattenplatz, die Franzosen brüten den ganzen Tag in der Sonne und sehen abends dementsprechend aus. Das Wasser ist wie in der Badewanne. Man kann ohne zu tauchen die Fische sehen. Die Qualle welche meinen Arm erwischt habe ich leider nicht gesehen.. Halb so schlimm, der Traumstrand versöhnt mich schnell.
Viel mehr gibts nicht zu erzählen, die Bilder sprechen für sich:
Cienfuegos
6 Uhr klingelt der Wecker, um 6.30 Uhr haben wir fürs Frühstück abgemacht. Natürlich keiner da. Francisco und ich gehen ums Haus und rugen Joannia. Irgendwann tauch sie auf. Fürs Essen bleibt dann kaum Zeit. Los gehts zur Bushaltestelle. Der Bus ist total runtergekühlt und die Vorhänge zu. Die kurvenreiche Strasse und das spärliche Frühstück rumpeln im Bauch. In Havanna steigen Jessie und Francisco aus, sie gehen zurück ins Hotel nach Varadero. Für uns gehts weiter. Nach 8h kommen wir in Cienfuegos an.
Unterwegs hat es total geregnet, doch in Cienfuegos ist es trocken und wahnsinnig heiss. Joannia aus Viñales hat ihrer Kollegin Ilka gesagt dass wir kommen. Ilkas Mann holt uns ab und schon sind wir im neuen Casa. Unser Zimmer ist nun nicht in einem Anbau wie bei Joannia, sondern richtig in der Wohnung von der Familie. Das ganze Häuschen ist eingezäunt, sogar der grosse Garten hat ein Gitter (oben). So sind alle Gitter zu und die Fenster offen. Es lüftet also, aber es kann kein ungebetener Gast reinkommen. Wir handeln den Preis wieder auf 15CUC runter mit dem Versprechen bei ihr Abend zu essen.
Wir streifen durch die Stadt, bemerken, das Ilkas Haus ziemlich ausserhalb liegt und dass am Sonntag kein Mensch unterwegs ist. Uns fallen besonders die vielen Bettler auf. Das Abendessen ist total lecker. Es gibt Ridsgulasch mit allem drum und dran, sogar mit Dessert. Mhmm. Der Garten ist wunderschön und gemütlich. Die sprachliche Verständigung ohne Francisco ist leider deutlich schwieriger...
Am nächsten Morgen staunen wr nicht schlecht, als wir im Haus niemanden ausser der Haushälterin vorfinden. Irgendwann taucht der Opa auf und wir fragen ihn nach Ilka. Nach längerem hin und her mit unseren paar Wörtern Spanisch finden wir heraus dass Ilka mitsamt ihrer Familie nach Varadero in die Ferien gefahren ist. Wir wussten von nichts. Naja jetzt wissen wirs und der Opa ist total lieb. Wir bitten ihn für uns in ein Casa (das wir im Reiseführer ausgesucht haben) anzurufen und zu reservieren. Am Telefon scheint es eher ein Bekannter von ihm zu sein, wir lassen uns überraschen.
Der Rest des morgens ist mühsam, es ist wahnsinnig heiss, die Fussgängershoppingzone bumsvoll und die Läden sind nur für Kubaner. Bettwäsche oder Hygieneartikel brauchen wir nicht wirklich. Um einen Bus von Cienfuegos nach Trinidad zu buchen, benötigen wir eine Stunde und auf der Bank bekommen wir kein Geld, da Ramesh eine falsche Karte besitzt. (Migrosbank - ist gekoppelt mit der GE-Moneybank und die ist amerikanisch--> vergiss es!)
Meine Visakarte ist im Casa, 2.5 km von der Innenstadt weg. Als wir das Geld haben, treffen wir Gerhard. Gerhard ist Deutscher und lebt seit Jahren in Cuba. Seine 41 Jahre jüngere, kubanische Frau bekommt in drei Monaten Zwillinge und ist nun für die nächsten drei Monate im Krankenhaus (natürlich auf Kosten des Staates).
Den Nachmittag verbringen wir am Strand vor Cienfuegos, so eine Art Birsköpfli. Wir geniessen das Beobachten der Kubaner.
Trinidad
Die Busfahrt nach Trinidad ist wieder abendheuerlich. Am Busbahnhof in Cienfuegos ist ein riesiges Durcheinander. Ein Glück haben wir bereits unsere Tickets und setzen uns früh in des Bus. Dieser füllt sich und füllt sich und überfüllt sich. Der Bus Viazul ist ja eigentlich ein Touristenbus, da in Kuba Touristen und Einheimische getrennt reisen. Unser Busfahrer sah dies jedoch nicht so eng und liess gegen einen kleinen Geldschein auch die Kubaner einsteigen, sehr zum Pech einer Touristenfamilie die zu spät kam und somit keinen Platz mehr hatte. Unterwegs gehts dann per Stop and Go weiter. Kubaner rein, Kubaner raus. Uns amüsierts.
In Trinidad werden wir von Fidel erwartet. Fidel ist schon relativ alt, spricht etwas englisch und ist 100% ein Kollege von unserem Opa in Cienfuegos. Das Casa welches wir ausgesucht haben hiess nämlich anders. Macht nichts. Fidel ist supernett und sein riesiges Haus befindet sich sehr zentral. Fidel und seine Frau Gladys haben ein wunderschönes Haus mit einer riesigen Dachterrasse. Wir können bis zum Meer sehen. Wir bekommen ein kleines Kabäuschen, das sich Zimmer nett und 15CUC kostet. Morgen dürfen wir in das grössere Zimmer (riesig!) umziehen, dies allerdings für 20CUC pro Nacht.
Trinidad gefällt uns total gut. Die ganzen kleinen, gepflasterten Strassen und die farbigen Häuschen haben echt Charme. Die Häuser sind grösstenteils gut restauriert, das einzige Manko sind die Touristenmassen die ab dem Mittag durch die Strassen strömen. Auf dem Weg zu der Bar, wo man den berühmten Canchanchara trinken kann, treffen wir auf Pierre und Marie (unsere Nachbarn aus Viñales). Sie begleiten uns zu der Bar, wo wir Jessie und Francisco treffen, die ebenfalls für einen Nachmittag in Trinidad sind.
Pierre und Marie haben für den nächsten Tag einen Kubaner mit 4x4 Antrieb Jeep angeheuert, um in den Nationalpark Topes de Collantes zu fahren. Es ist der Geburtstag der beiden und wir dürfen sie begleiten.
Wir fahren in den hintersten Parkteil Guanayara und machen eine 5km lange Tour am Fluss Rio Melidioso entlang.
Auf dem Hinweg kommen wir kaum vorwärts, da alles intensiv betrachtet und fotografiert werden muss. Plötzlich schiesst aus einem einsamen Haus ein Dackel heraus. Er begleitet uns während der nächsten zwei Stunden bis zu den beiden Wasserfällen. Plötzlich kommt uns eine Reisegruppe entgegen. Uuuuund wer ist dabei? Jessie und Franc! In der hintersten Ecke des Nationalparks, echt lustig!
Das Naturschwimmbecken ist eiskalt aber wir gehen trotzdem baden.
Der Rückweg verläuft etwas schneller, wir müssen ja schliesslich rechtzeitig zurück bei unserem Fahrer sein, der auf uns wartet. Jaa so ist das immer in Cuba. Jeder ist Taxifahrer und nachdem man sich auf einen Preis geeinigt hat, wird man an den gewünschten Ort gefahren uuuund die Cubaner warten bis man zurückkommt und wieder zurück will. Warten gehört zu Cuba und es wird immer auf irgendetwas gewartet.
Da Marie und Pierre Geburtstag haben laden sie und in ihr Casa zum Abendessen ein. Wir revangieren uns auf unserer geilen Terrasse mit Guayabita (einem speziellen Rumlikör und aus der Frucht des Baumes Guayabita, den es nur in Pinar del Rio gibt). Wir leisten uns sogar noch Chips, Priiingels für 4.20 CUC (1 CUC mehr als der Rum) aber sie schmeckten einfach genial.. Auch die Zigarren aus Havana werden ausgepackt.. Ein echt unvergesslicher Abend.
26.07.2012 Dia del Revolución!!! So viel Party haben wir ja noch nie erlebt... Ein Tag wie jeder andere auch, hier in Trinidad scheints keinen zu interessieren. Wir spazieren durch die Stadt und suchen die Ermita del Popa, bei der man scheinbar einen wunderbaren Ausblick haben soll. Auf dem Weg kommen wir durch real Cuba, ziemlich heruntergekommene Häuser und jeder sitzt draussen, plaudert und wartet (auf irgendetwas). Wir treffen auf eine ältere Frau die Münzen aus aller Welt sammelt, leider haben wir keine Schweizer Franken dabei. Na wenn wir schon kein schweizer Geld haben, dann doch wenigstens ein paar CUC. Wir finden die Popa (eine alte Ruine), doch die Aussicht von unserer Terrasse ist bedeutend schöner und es stinkt auf der Terrasse auch nicht so doll wie bei der Popa. Als dann noch zwei Kubaner mit einer geschlachteten Ziege vorbeikommen, entscheiden wir uns wieder zurück zu gehen. Nach zwei Stunden Diskussion wohin wir weiterreisen wollen, buchen wir uns drei Nächte in einem fünf Sterne Hotel auf Cayo Coco. Schliesslich sind wir in der Karibik und wollen an den strand. Ohne Hotel ist das allerdings kaum möglich. Übermorgen gehts los, juhuuu...
Abends gehts ins Casa de la Musica. Livemusik draussen auf einer Treppe mit vielen verschiedenen Bars. Echt gemütlich und Zuschauer sind Cubaner und Touristen durchmischt.
Am nächsten Tag gehts nach dem Frühstück ins Valle de los Ingenios. Wir suchen uns ein Coco Taxi. Ein Moped mit hinten zwei Sitzen in einer Art Nusschale. Und los gehts durch das breite, flache Tal mit vielen Palmen und Zuckerrohr, welches ursprünglich in riesen Massen angepflanzt wurde. Wir sehen kein Zuckerrohr nirgends. Armer Ramesh, hat er sich doch auf waschechten, natürlichen Rum gefreut.
In Manacas Iznaga steigen wir aus dem luftigen, schnellen Gefährt aus. Dieses Mal wartet der nette Fahrer nicht auf uns, was uns später noch zum Verhängis wird. Wir erklimmen die Treppen des 41m hohen Turms. (Der grösse von Cuba glaube ich). Die Sicht ist super und wir sehen sogar Waggons von der früheren Zuckerrohrtransporteisenbahn.

Danach machen wir uns zu Fuss auf den Weg zur Villa Buenavista. Wir wimmeln die ganzen Taxis ab, da der Weg laut Reiseführer schön und kurz sein soll, die Villa ein verwunschenes, altes Herrenhaus.
Wir gehen die Strasse entlang, einen anderen Weg finden wir nicht. Es ist mittags und natürlich hat es nicht einen einzigen Baum. Nach einer endlosen halben Stunde (vielleicht wars auch mehr, oder auch weniger) sehen wir dann die Villa und biegen in einen Pfad ab, der zum Haus führen sollte. Ein Glück haben wir unsere gutes Schuhwerk dabei: Die guten alten FlipsFlops. Der Weg ist morastig und schlammig und wohl schon länger nicht benutzt. Nachdem Ramesh seinen FlipFlop im Matsch verliert und suchen muss, drehen wir um. Igendwie scheint das der falsche Pfad zu sein und Ana bekommt plötzlich schiss, dass die Villa oder nebenstehende Häuser von Hunden bewacht sind. Wir hören nämlich schon länger einen kläffen. Zurück auf der Strasse fragen wir einen alten Cowboy der uns entgegen kommt. Er deutet auf den nächsten Weg, scheint jedoch noch nie was von Villa Buenavista gehört zu haben. Der Weg ist etwas besser als der andere, aber auch "Fango", wie uns der alte Cowboy stirnrunzelnd sagt. Jaaa wir finden die Villa, aber ausser uns geht da wohl kein Mensch hin. Der Marsch durch das hohe Gras und die wegspringenden Frösche und Heuschrecken beruhigen Anas Angst (jetzt nicht mehr vor Hunden sondern vor Schlangen - denkt daran wir haben nur FlipFlops an) nicht gerade. Das Haus ist eine Ruine und verschlossen. Super! Nach einem kurzen Snack, die guten alten Crackers und etwas warmes Wasser, gehts dann weiter zur Strasse. Nur blöd, dass wir diesesmal kein Taxi das wartet angeheuert hatten. Also greifen wir auf "an die Strasse stellen und Daumen raus" zurück. Das erste Auto hält an! Wer hätte das gedacht! Touristen! Italiener! Sie bringen uns zurück bis Trinidad wo wir uns prompt verlaufen.



Dann endlich zurück gehen wir in eine Bäckerei, um uns zu erholen, leider läuft dort kein Strom, es gibt also keinen Kaffee und kein risches Brot. Das ist ja echt ein super Tag! Also zurück ins Casa und unter die kalte Dusche.. mhhmmm.
Und ich endecke noch das Highlight des Tages: Mein Nachtischlämpchen, das aussieht wie ein Octopus hat doch tatsächlich Touchscreenfunktion und noch dazu 4 Helligkeitsstufen. Sehr edel, das Ding! Da soll mal noch jemand sagen, die seinen nicht fortschrittlich in Cuba.
Cayo Coco
Um sieben Uhr morgens fährt unser Bus von Trinidad über Cienfuegos nach Moron.
Es ist bereits ein riesen Chaos am Busbahnhof, doch wir bekommen unser Plätzchen im Minibus und ein riesen Kerl von Kubaner steigt als Fahrer ein und fährt so scnell es bei den Strassenverhältnissen nur geht quer über Cuba. 8 Stunden mit einem kleinen Inbissstopp, schüttelt es uns durch. In Moron angekommen werden wir an einen Taxifahrer weitergegeben, der uns über den 20km langen Damm nach Cayo Coco rüberfährt. Ich hätte ein Schiff bevorzugt. Unser Taxifahrer fährt ebenso schnell wie der Busfahrer vorwärts nur das der Taxifahrer mindestens die Hälfte der Zeit nach hinten schaut. Manchmal gefühlte Minutenlang. Sogar den beiden Argentieniern, welche mit uns das Taxi teilen, fällt das auf. Wir passieren eine Art Zoll, bei welchem wir unsere Pässe abgeben müssen und dann warten und warten und warten. Als wir schon davon ausgehen, dass die "Zöllner" mit unseren Pässen über alle Berge sind, tauchen sie doch wieder auf.. und weiter gehts...
Ich schwöööre Ramesh dass ich nie wieder zu Luis ins Taxi steige, auch wenn er uns erklärt, dass wir ihn anrugfen sollen und er der billigste wäre. Naja wir kommen an. Im Blau Colonial Hotel.
Wir dürfen erst um 4 Uhr ins Zimmer. Wir sind nach unserem Bustrip total hungerig finden nach längerem Suchen in dem riesen Hotel auch das Buffet. Instruiert über die Anlage werden wir nicht und irgendwie hat es nur dicke Kubanertouristen hier, die alles vom Buffet in ihre Taschen einpacken.
Das Meer ist super schön und am Strand hat es kaum Leute, alle hocken am Buffet oder am Strand.
Als wir dann ins Zimmer kommen sind wir positiv überrascht. Es ist riesig und die Dusche richtig toll. Wir haben sogar eine Badewanne, in der wir waschen können, juhu... So sparen wir die 10 CUC, die wir sonst immer bezahlt haben fürs Waschen.
All inclusive aber es gibt nicht mal Mojito oder Daiqiri... Dann halt Rum pur.
Das Znacht ist ganz ok. Wir geniessen mal keinen Bohnenreis.
Frühstück ist grässlich. Toast und alte Butter und der Kaffee schmeckt wie der furchtbare Chemieautomatenkaffee. Brrrr.
Dann rasiert sich Ramesh endlich seinen dicken Bart ab. Er hat sein Akkukabel in Viñales liegen gelassen und bis jetzt immer Angst gehabt, dass der Rasierer plötzlich während dem Rasieren aussteigt. Aber hier im Hotel hat es einen Coiffeur, also easyy..
Sonst Strand, Strand, Strand...
Ein Taxi vom Hotel zurück nach Moron oder besser noch nach St.Clara zu finden ist fast ünmöglich. Alle sind pauschal da und nicht auf eigene Faust. Na dann halt doch Luis... Ein Glück kommt sein Vater und nicht er selbst und der Vater fährt ganz angenehm.. Ufff...
Und dann wer bringt uns von Moron nach St. Clara? Der selbe Busfahrer, der uns hergebracht hat nur dass er dieses Mal sehr müde ist und beinahe einschläft.
Wir diskutieren über den Sozialismus. Aber irgendwie funktioniert das nicht so hier in Kuba. Wie kann es sein, dass ein Mann 12h Taxi fahren muss, jeden Tag. Trinidad-Moron und zurück. Na da wären wir auch müde. Andere stehen zu fünft im Supermarkt und haben nichts zu tun und wieder andere sind mit uns im Hotel und stopfen sich Taschen und Bäuche voll. Schade können wir kein Spanisch, es wäre echt spannend mit den Kubanern zu diskutieren.
Santa Clara
Wir werden von Santiago abgeholt, der Bruder von Ramos zu dem wir ursprünglich wollten. Doch bei ramos sei alles voll. Naja eines muss man ihnen lassen, den Kubanern, sie kümmern sich immer um die Touristen, dass jeder versorgt ist. Hat allerdings seinen Preis. 25 CUC kostet es bei Santiago in La Caridad. Soviel haben wir noch nie bezahlt! Dann mach der Che eine Revolution gegen die Diktatur und nun nutzt es jeder aus. Naja egal, wir bleiben.
Das Essen ist lecker.. Bohnen, Reis uuund ich bestelle das 5. Mal bereits Fisch. Ich kann das Poulet einfach nicht mehr sehen, bzw. schmecken... Und Joannia in Viñales hat mich bzgl. Fisch eines besseren belehrt. Aber leider war sie bisher die einizige..
Wir wollen nur einen Tag bleiben, doch der hats in sich...
Der ViazulBus nach Havanna ist bereits voll und der junge Kubaner der uns fahren will, sehen wir nie wieder. Also gehen wir erstmal zum Che-Monument. Ein riesiger, leerer Platz... Eintitt bezahlen um ins Monument rein zu gehen, wollen wir auch nicht... Naja versuchen wirs DownTown. Der "Boulevard" ist etwas langweilig.
Naja um fünf zur Busstation, wo wir lange lange diskutieren um einen Fahrer nach Havanna zu finden.
Wir finden einen mit einem total schicken Seat mit 140km/h düsen wir Havanawärts.
Roberto hat ganze neue Boxen und hört Famemusik. Nur blöd dass ihm die ganze Zeit die augen zufallen. Ich bin sooo froh als wir endlich in Havanna ankomen. Bei Kari und Humberto.
last Days in Havana
Das Frühstück ist super und Humberto gibt sich alle Mühe mit uns zu sprechen. Er kann nur spanisch und wir ja nicht wirklich. Aber Humberto wiederholt alles x-Mal und kommuniziert mit Mine und Geste bis wir verstehen was er meint. Leider haben wir seit Cayo Coco einen verkorksten Magen und es ist wahnsinnig heiss in Havanna.
Wir spazieren durh Havanna und versuchen irgendwoher Geld zu bekommen. Bei der dritten Bank klappt es, nach langem Warten.. "el ultimó?"
Wir bleiben bei den Cocktails aus dem Inglaterra und gehen in ein kleines verstecktes Restaurant von einer Freundin von Kary. Mhmmm echt lecker..
Dann nachts der Stromausfall... und um 11 Uhr immer noch. Es ist wahnsinnig heiss, kein Lüftchen. Kari und Humberto wollen uns das Zimmer billiger geben, aber wir bemerken schnell, dass in ganz Havanna der Strom ausgefallen ist. Humberto erklärt uns mit Händen und Füssen, dass die Leitungen viele Jahre alt seien und das nie etwas gemacht würde.. So sei das eben in Cuba.
Um fünf Uhr gehts an den Flughafen. Humberto hat uns ein Taxi organisiert. Leider hat es keine Scheiben und als wir dann beginnt zu Regnen, als hätte jemand ein Swimminpool über uns ausgeleert, werden wir nochmal richtig nass.
So verlassen wir Cuba mit vielen verschiedenen Erinnerungen und Erfahrungen. Die Menschen, welche stets freundlich und hilfsbereit sind, doch auch ganz klar von den Touristen profitieren wollen. Die Regierung welche allgegenwärtig ist und man sehr zu spüren bekommt und die daraus resultierenden Situationen, wie volle Busse, überteuerte Taxis, müde Angestellte oder ausfallender Strom.
Ein spannendes, aber auch anstrengendes Land.

